ALLES WURSTMASCHINEN!

„Wuff!“ Stehenden Gliedes stürmt der Schäferhund auf den Pekinesen an der anderen Seite der Parkwiese zu. Im Schlepptau hinter sich an einer ledernen Hundeleine eine etwa sechzigjährige Frau. Hunde scheinen den Menschen wirklich fit zu halten, wie uns die Chappi-Werbung verheißt. Vor zwei, drei Augenblicken hätte ich noch nicht einmal im Traum erwartet, daß die Alte dermaßen schnell hinter ihrem Flohzirkus herrennen könnte. Und das mit dem Schuhwerk! Auf diesen Stöckeln könnte ich nicht mal richtig gehen …

Diese Situation hat schon etwas saukomisches an sich. Nicht nur, daß dieses Frauenzimmer auf Hilfsstilettos über die Wiese peest. Nein, außerdem kommt in mir die Frage hoch, was dieser Riesenköter denn wohl mit dieser rattengroßen Pekinesentöle anstellen will. Der ausgefahrene Triebkolben dieses Schäferhundes hat in etwa die Ausmaße der gesamten Pekinesendame. Will er diese etwa mit seiner Keule verprügeln oder pfählen?
Irgendwie bedeutet das Wort Auswahl in der Natur etwas gänzlich anderes. Tiere scheinen wesentlich genügsamer zu sein, was ihre Auswahlkriterien angeht. Hm, da sollte mal so ein Kerl mit nem Zweimeter-mal-vierzig-Zentimeter-Ständer auf mich zukommen und Kopulierabsichten äußern!
Den Pekinesen scheint auch leichte Panik zu befallen. Dieses Ding fängt an, kläffende Laute von sich zu geben und wie wild hin und her zu tippeln.
Der Schäferhund bellt, Frauchen liegt derweil erschöpft im Gras. Mir wird das zu blöde und zu unruhig.
Ich gehe lieber. Sex mit Tieren ist ekelhaft!

Also das eine muß ich ja noch loswerden: Meiner Meinung nach gehören Hunde zu den dümmsten Geschöpfen der Erde. Sie kommen gleich nach Schlafmohn, Weinbergschnecken und Amöben.
Wirfst du einen Stock so weit du nur kannst, sprintet der Hund dienstbeflissen los und holt ihn (oder irgendetwas anderes) zurück. Dann steht er schwanzwedelnd vor dir und freut sich sichtlich. Auf so etwas dünnsinniges würde eine Amöbe sich niemals einlassen.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen junge Hunde alte Leute nicht mögen: Alle haben sie ein Stöckchen, wollen es aber partout nicht werfen.

Zurück zu deinem Spielgefährten, der schwanzwedelnd den hergeschleppten Stock (oder was auch immer) nicht hergeben will. Hast du das Teil dann doch endlich aus seiner Schnauze herausbekommen, mußt du es dann aber auch wieder werfen. Und wieder bringt das Tier was zurück. Einmal angefangen, hast du jetzt erstmal keine Ruhe.

So ähnlich funktioniert das Golfspiel, das wohl blödsinnigste Ballspiel der Welt. Der Golfer fährt mit einem kitschigen Plastik-Elektrowagen über plattgewalzte und gelöcherte Landschaften und nennt das dann auch noch Sport (*kicher*). Dann und wann steigt der „Sportler“ aus, sucht sich ein Plätzchen, um die kleine weiße Kugel wohlüberlegt zu positionieren. Dann folgt die Qual der Wahl des richtigen Schlägers. Und danach schlägt der Spieler den Ball nach Kräften kilometerweit in die Landschaft und hat dann nichts weiter zu tun, als mit dem Elektrokarren hinterher zu fahren und den Ball zu suchen. Hat er ihn dann endlich gefunden, schlägt er ihn wieder kilometerweit weg. Da ist Hallenhalma interessanter! Ich schweife ab.

Es gibt ja zudem auch noch ganz andere Hundetiere, die sich gänzlich von ewig schwanzwedelnden unterscheiden: Die einen sind kupiert (es sieht schon lustig und traurig zugleich aus, wenn sie mit ihren Stümpfen zu wedeln versuchen.) und die anderen liegen lieber faul in der Sonne herum und lecken sich genüßlich ihre Geschlechtsteile. Warum tun diese ungezogenen Viecher das? Nur und einzig und allein, weil sie es können. Unser einer wird bei diesem Gedanken vor Neid ob dieser Fähigkeit ergrünen!

Hunde sind allerdings nicht nur zum Poppen und dumpfsinnigem Stöckchenholen gut. Nein, sie bewachen Herrchen oder Frauchen (allein diese kindergartenesken Begrifflichkeiten, tzit) bis aufs Blut. Läufst du am Gartenzaun entlang, bekommen sie fast einen Herzkaspar. Sie bellen als ob es die ganze Nachbarschaft interessieren würde. Wenn sie mit Kindern spielen wollen, kommt der Wolf in ihnen zum Vorschein. Die Grenzen zwischen Spieltrieb und Nahrungsbeschaffung zerfließen.

Was ist das? Es ist rot, hat zwei Köpfe, sechs Beine und zwei Arme. – Na klar: ein Rottweiler auf dem Kinderspielplatz!

„Beißt Ihr Hund? – „Neiiiin! Der tut nix.“ – „Aha, der lutscht sein Frühstück.“
Nur in bestimmten Situationen ist Hunden zu trauen: bei dem was sie am besten können. Und da bin ich auch schon bei der Erklärung des Titels dieses Traktates angelangt: Wurstmaschinen. Wieso Wurstmaschinen? Tja, vorn stopfst du Fleisch in rauen Mengen hinein und hinten kommt Wurst in rauen Mengen heraus. Das hört nie auf.

Aber der Hund ist dann friedlich. Da heißt es immer, es gebe nichts friedlicheres als einen scheißenden Menschen. Irrtum! Hast du noch nie einen Rottweiler an einen Straßenbaum kacken sehen? Diese Körperhaltung, dieser traurige Blick (Wer gibt schon gern was von sich her, gerade wenn man eher Jäger denn Sammler ist …).

Lieben wir es nicht alle, die wir durch unsere sonnendurchfluteten Innenstädte spazieren? Der Geruch kochender Scheiße ist es nicht, nein vielmehr freuen wir uns regelrecht auf den Tritt ins Glück eines Hundehaufens. Überall liegen diese Tretminen herum.
„Ich zahl‘ doch Hundesteuern, also darf mein Waldi ja wohl, wo er mal muß, oder?“ – Das ist ja wohl das entblödetste Argument in diesem Zusammenhang. Ich scheiß doch auch nicht einfach auf den Bürgersteig, nur weil ich grade mal muß und die Straßenreinigungsgebühren bezahlt habe.

Oder das hier: „Habt euch doch bloß nicht so albern wegen dem bißchen Hundescheiße. Ich habe seit zwanzig Jahren einen Hund und bin noch nie in einen Haufen getreten.“ Noch so was dummes. Obwohl das ja wohl der einzig vernünftige Grund ist, mit einem Hund Gassi zu gehen: Wo dieser herumschnüffelt solltest du deine Füße nicht hinsetzen. Eine Hundenase irrt nie.

So, jetzt dürfte ich mir für diesen Monat erstmal genug Feinde gemacht haben, hehehehe …

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